ZUKUNFTSCAMPUS

Geothermie

Kurzbeschreibung:

Der Untergrund nördlich von Karlsruhe weist die höchste bekannte Wärmeanomalie Deutschlands auf. Daten aus diversen Bohrungen im näheren Umfeld zeigen eine Temperatur von ca. 170°C in einer Tiefe von ca. 3000 m. Die zunehmende Nutzung geothermischer Wärme im Oberrheingraben schließt vergleichbare Untergrundbedingungen in Soultz-sous-Forêts (F), Rittershoffen (F), Landau (D) und Insheim (D), sowie auch Projekte mit moderaten Fließraten zur umweltgerechten Nutzung in Bruchsal (D) und Riehen (CH) ein.

Erste Abschätzungen möglicher Leistungen auf Basis der erwarteten Temperatur, einer Abkühlung des geförderten Thermalwassers um 100°C und der Vorgabe geringer Fließraten deuten auf 10-20 MW thermischer Leistung hin. Je nach Bedarf können bei voller Auslastung unter einer permaneten Leistung von 5 MW eine Wärmeenergie von ca. 27 MWh pro Jahr erreicht werden.

Zielsetzung:

Ziel ist eine weitest gehende CO2-neutrale Wärmeversorgung des CN aus Geothermie zu erreichen. Bei einer Nutzung unter moderaten Fließraten wird, wie in Bruchsal, Riehen, Soultz und Rittershoffen, aufgrund der geringen Druckänderungen keine spürbare induzierte Seismizität erwartet.

Langfristige Ziele

  • CO2-neutrale und regenerative Wärmeversorgung des CN aus Geothermie
  • Weitestgehende Grundlastabdeckung des Wärmebedarfs am CN aus Geothermie
  • Abdeckung verbleibende Lastdifferenzen über Geospeicher bzw. andere Energieträger