ZUKUNFTSCAMPUS

Abwärme

Kurzbeschreibung:

Nutzen was ohnehin da ist - Energie optimal ausnutzen durch Wärmerückgewinnung.

Ob Heißwasser, Trocknung, Druckluft oder schlicht Elektromotoren: viele technische Prozesse erzeugen Wärme, ganz gleich ob diese gebraucht wird oder als Nebeneffekt unvermeidbar anfällt. Oft genug wird diese Wärme einfach an die Umwelt abgegeben oder muss sogar mit einer Kühlung unter weiterem Energieaufwand beseitigt werden. Weitere Abwärmequellen sind zum Beispiel Kälteanlagen, Kühlsysteme und insbesondere die raumlufttechnischen Anlagen. Zu nennen ist hier vor allem die erforderliche intensive Belüftung von Labor- oder Technikumsflächen, denn oft, insbesondere in älteren Bestandsflächen, ist keine Wärmerückgewinnung vorhanden. Auch für Versammlungsräume, wie Hörsäle, ist diese Aussage zutreffend.

Potentialabschätzung:

Das in 2015 durchgeführte Energieaudit am CN über 17 Gebäude zeigt ein Abwärmepotential von 281 MWhth/a bzw. 4,5 kWhth/m2a. (Quelle: CAMPUS).

Zielsetzung:

Die weitestgehend Nutzung von Abwärme, entweder direkt im Prozess oder in Form einer Auskopplung in einen alternativen Prozess, in Abhängigkeit der jeweiligen Temperaturniveaus und des Kapazitätsverlaufs, ist geprüft und ggfls. realisiert:

  • Prozesse mit relevanten Abwärmepotentialen sind identifiziert und deren exergetische Bewertung vorgenommen
  • Richtwerte für Einbindung von Abwärme bestehen
  • Der Wechsel in andere Energieformen (Wärme zu Strom oder Kälte, o.ä.) ist geprüft

Geprüft ist auch, ob eine (Zwischen-) Speicherung sinnvoll sein kann.