ZUKUNFTSCAMPUS

Umfang

Als Forschungsuniversität in der Helmholtzgemeinschaft hat das KIT eine besondere Rolle. So wird Wissen für Umwelt und Gesellschaft geschaffen, mehrere Standorte mit unterschiedlichen Strukturen betrieben und ein außeruniversitärer Großforschungsbereich mit dem Hochschulwesen einer Landesuniversität zusammen gebracht. Dies bedingt eine besondere, ganzheitliche Betrachtung für das Nachhaltigkeitsberichtswesen. In der Erarbeitung eines Nachhaltigkeitsberichtswesens für das KIT werden daher verschiedene Rahmenwerke und Leitlinien herangezogen.

So erarbeitet die Global Reporting Initiative (https://www.globalreporting.org/information/sustainability-reporting/Pages/New-reporters.aspx) seit 1999 in einem partizipativen Verfahren einen freiwilligen Rahmen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung aller Organisationstypen. Somit soll Transparenz geschaffen und Organisationen vergleichbar gemacht werden.

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) (https://www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/de-DE/Home/DNK/Benefits-of-DNK) definiert mittels 20 Kriterien einen Rahmen für eine Nachhaltigkeitsberichterstattung mit den Überkategorien “Nachhaltigkeitskonzept” (Strategie und Prozessmanagement) sowie “Nachhaltigkeitsaspekte” (Umweltbelange, Gesellschaft und Compliance).

Im Projekt HOCH-N (https://www.hochn.uni-hamburg.de/) wurde ein hochschulspezifischer Nachhaltigkeitskodex entwickelt, um Hochschulen beim Aufbau einer Nachhaltigkeitsberichterstattung zu unterstützen. Hier werden die Handlungsfelder Forschung, Lehre, Betrieb, Transfer und Governance abgebildet. Über Leitfäden werden die spezifischen Hochschul-Themen Forschung, Lehre, Betrieb sowie Transfer um die Querschnittsthemen Nachhaltigkeitsberichterstattung und Governance ergänzt.

Um Forschung nachhaltiger zu gestalten, wurde für das „Forschen in gesellschaftlicher Verantwortung“ im Projekt LeNa (https://www.nachhaltig-forschen.de/startseite/) (Leitfaden Nachhaltigkeit) ein Reflexionsrahmen (https://www.nachhaltig-forschen.de/fileadmin/user_upload/LeNa-Handreichung_final.pdf) mit einem Kriterienset entwickelt, um der Frage „Wie wird geforscht?“ sowie „Mit wem und für wen wird geforscht“ nachzugehen. Hierbei werden die acht Kriterien Ethik, Reflexion von Wirkungen, Transparenz, Komplexität & Unsicherheit, Integrative Herangehensweise, Nutzerorientierung, Interdisziplinarität und Transdisziplinarität herangezogen, für die jeweils erläuternde Fact-Sheets (https://www.nachhaltig-forschen.de/fact-sheets/organisationsfuehrung/) erarbeitet wurden. Die LeNa-Struktur wurde für eine Übersicht herangezogen, um bestehende und geplante Nachhaltigkeits-Aktivitäten am KIT aufzuzeigen und systematisch abzubilden. Diese Darstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird laufend aktualisiert. Für Anregungen und Ergänzungen wenden Sie sich gerne an uns.

In den Projekten HOCH-N und LeNa waren vom KIT der Lehrstuhl Ökonomie und Ökologie des Wohnungsbaus (OEW) und das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalye (ITAS) beteiligt.