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Dipl.-Wirtsch.-Ing. Rupert Lohr

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Energiewendetage 2019
Energiewendetag2019

Energiewendetage 2019

„Voller Energie“ – so das Motto der Energiewendetage 2019 in Baden-Württemberg.

Die Energiewendetage sind eine feste Größe im Jahreskalender des KIT. Angesichts der Klimaerwärmung werden viele bedeutende Arbeitsfelder der Energiewende erforscht und weiterentwickelt. In diesem Jahr stehen Themen zur Wärmewende und zur Mobilität im Vordergrund der Energiewendetage. Projekte aus Forschung, Lehre und Innovation werden gezeigt und sollen auch zur Diskussion anregen. Hinsichtlich dem konstruktiven Austausch und der konkreten Mitgestaltung in der Energiewende gibt es einen eigenen Beitrag, der die Energieforschung am KIT und Erfahrungen aus der Reallaborarbeit vereint und mit geeigneten Formaten vom Reallabor zum Transformationszentrum überbrückt.

 

Die eigenen Perspektiven zu den Standorten des KIT werden im Integrierten Masterplan 2030 und dem zugehörigen Energiekonzept dargelegt und weitergeführt. Hierzu hat sich die Studentische Initiative kine, die „Karlsruher Initiative zur nachhaltigen Energiewirtschaft“, in einem eigenen Projekt dem weiteren Ausbau der regenerativen Stromversorgung über PV-Flächen zum Ziel gesetzt. Die Energiewende@KIT freut sich besonders über diesen Beitrag.       
 

Das KIT ist mit seinen Beiträgen an zwei Terminen präsent:

 

1. Zentrale Veranstaltung zu den Energiewendetagen in Baden-Württemberg in Stuttgart:

21.09.2019, 11:00 – 16:00 Uhr

Stuttgart, Schlossplatz, parallel zur Bolzstraße in der Kastanienallee

 

2. Energiewendetag am KIT in Karlsruhe:

23.09.2019, 11:00 – 14:00 Uhr

Campus Süd, Paulckeplatz Ecke Engesserstraße

 

Informieren Sie sich in einer großen Bandbreite über aktuelle Entwicklungen und über Bausteine der Energiewende und machen Sie mit – voller Energie!

 

 

Folgende Institute und Akteure zeigen Einblicke in ihre Projekte und Ergebnisse:

 

IEB fbta / Deckenstrahlungsheizung für Niedertemperaturheizsysteme        
Strahlungsheizungen sind eine interessante Option im Zusammenhang mit der Sanierung von Heizungssystemen, wenn Strahlungstemperatur-Asymmetrie und lokaler Diskomfort vermieden werden können. Ergebnisse aus Experimenten und Simulationen zeigen, dass ein Deckenstrahlheizungssystem, das auf niedrigem Temperaturniveau betrieben wird, komfortable Bedingungen gewährleisten kann, wenn die Gebäudehülle einen erhöhten Gebäudeenergieeffizienz-Standard erfüllt. Entgegen den Erwartungen wurde der Kopf als das komfortabelste Körperteil empfunden, obwohl er am nächsten zur warmen Decke war und er am empfindlichsten gegenüber warmen Bedingungen ist.

Weitere Informationen: http://fbta.arch.kit.edu

 

IIP / Drohnenbefliegung zur energetischen Quartiersanalyse   
Das Ziel des Projektes ist es, städtische Gebiete mit ihren Gebäuden und Infrastrukturen auf ihre energetische Qualität hin zu untersuchen. Dazu werden drohnenbasierte Sensordaten genutzt, um den aktuellen energetischen Zustand eines Quartiers zu bewerten. Basierend auf den erhobenen Daten werden Energieverluste (sowohl Wärme- als auch Kälteverluste) großflächig sichtbar gemacht. So können Energieeinsparpotenziale und Minderungspotenziale von Treibhausgasemissionen aufgezeigt werden sowie Sanierungen geplant und die mögliche Zielerreichung der städtischen Klimaschutzziele kontrolliert werden.

Im Rahmen des Projektes wurden der KIT Campus Nord, der KIT Campus Süd sowie die Innenstadt-Ost Karlsruhe beflogen. Die Befliegungen fanden im Winter 2018/2019 bzw. Frühjahr 2019 statt.

Die Projektergebnisse sind hoch interessant für Städte und Gemeinden (Stadtplanungsämter, Umweltämter), Energieversorger und Stadtwerke, Betreiber von Nah-/Fernwärmenetzen, Quartiersmanager sowie private, gewerbliche und öffentliche Bauherren.

Weitere Informationen: https://www.iip.kit.edu/1064_4549.php

 

INE / Geothermie für am KIT Campus Nord 
Der Untergrund des KIT Campus Nord weist Bedingungen auf, die der Entwicklung neuartiger Konzepte zur Optimierung der energetischen Nutzung tiefengeothermischer Anlagen förderlich sind. Das auf den Oberrheingraben zugeschnittene Konzept beinhaltet eine Multi-Niveau Nutzung mit einer Wärmegewinnung aus den Mesozoischen Reservoiren und einer saisonalen Wärmeeinspeicherung in den darüber liegenden Tertiären Sandsteinen. Dieses Konzept stellt einen Übergang von der Kohlenwasserstoffgewinnung aus den Tertiären Schichten hin zur Speicherung erneuerbarer Wärme aus den tieferliegenden Schichten dar. Gesamthaft kann damit eine Reduzierung der notwendigen Fließraten in der Wärmegewinnung erreicht werden. Dies soll neben der energetischen Optimierung insbesondere der Reduzierung induzierter Seismizität dienen, die immer noch eines der größten Hindernisse in der industriellen Entwicklung der Tiefengeothermie darstellt. Mit der angestrebten Wärmegewinnung soll langfristig ein wesentlicher Teil der Wärme-Grundlast am KIT Campus Nord klimaneutral abgedeckt werden.

Der KIT Campus Nord befindet sich auf der größten bekannten Wärmeanomalie Deutschlands mit Temperaturen ≥100 °C in 2 km Tiefe. In Verbindung mit dem vorhandenen flächendeckenden Nahwärmenetz bietet der KIT Campus Nord gute Voraussetzungen zur Gewinnung, saisonalen Speicherung und Verteilung von Wärme aus Tiefengeothermie.

Weitere Informationen: https://www.ee.kit.edu/68.php

 

EBI ceb / Methanisierung als eine Schlüsselkomponente der Energiewende          
Am EBI werden innovative Verfahren zur Erzeugung regenerativer chemischer Energieträger entwickelt. Ein vielversprechender Pfad ist die Methansynthese aus Biomasse oder aus Kohlenstoffdioxid und regenerativ erzeugtem „grünem“ Wasserstoff. Prinzipiell kann die Methanisierung auf unterschiedliche Arten durchgeführt werden, welche verschiedenste biochemische und katalytische Syntheserouten abdecken. Der Beitrag zum EnWeTag 2019 zeigt die EBI ceb Aktivitäten zur katalytischen Methanisierung in verschiedenen Forschungsprojekten und den aktuellen Entwicklungsstand der untersuchten Technologien.

Weitere Informationen: https://ceb.ebi.kit.edu/286.php

 

IFKM / Projekt „reFuels“ – Kraftstoffe neu denken
Der von fossilen Kraftstoffen angetriebene Individual- und Lastverkehr trägt neben Energiewirtschaft, Industrie und Haushalten mit zu den vom Menschen verursachten CO2-Emissionen und somit zum Klimawandel bei. Gerade der Schiffs-, LKW- oder Bahnverkehr, bei dem lange Strecken zurückgelegt oder große Lasten transportiert werden, benötigt auch in Zukunft flüssige Kraftstoffe. Regenerativ hergestellte Kraftstoffe – sogenannte reFuels – sind eine energiereiche Alternative zu fossilen Brennstoffen und neben anderen Maßnahmen, wie dem Ausbau der Elektromobilität, ein vielversprechender Weg hin zu einer CO2-neutralen Mobilität. Sie lassen sich beispielsweise aus Pflanzenresten, aus Industrie- und Siedlungsabfällen wie auch durch die direkte Umwandlung von CO2 und erneuerbarem Wasserstoff herstellen. In der Forschungsinitiative „reFuels – Kraftstoffe neu denken“ entwickelt und testet das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gemeinsam mit dem Strategiedialog Automobilwirtschaft BW und zahlreichen Partnern regenerative Kraftstoffe für Diesel- und Ottomotoren. Sie betrachten die komplette Wertschöpfungskette – von der Herstellung bis hin zur Anwendung – sowie die gesellschaftliche Akzeptanz. ReFuels sollen dabei in den bereits vorhandenen Fahrzeugen einsetzbar sein, ohne diese in ihrer Funktion einzuschränken oder umrüsten zu müssen.

Weitere Informationen: http://www.refuels.de/

 

kine / Solar-Campus: ein studentisches Projekt zum Klimaschutz      
SolarCampus hat das Ziel, dass alle geeigneten Dachflächen des KIT Campus Süd in den nächsten 5 Jahren mit Solarzellen bestückt werden. Um das Ziel zu erreichen, hat das Projektteam Wirtschaftlichkeits- und Nachhaltigkeitsanalysen durchgeführt und tritt mit diesen an Entscheidungsträger heran, um sie von der Sinnhaftigkeit, Rentabilität und Nachhaltigkeit des Projekts zu überzeugen und den Prozess anzustoßen. SolarCampus ist ein Projekt der Hochschulgruppe kine (Karlsruher Initiative zur nachhaltigen Energiewirtschaft), eine Studierendeninitiative, die seit 12 Jahren Informations- und Praxisprojekte durchführt.

Weitere Informationen: https://www.kine-ev.de/

 

ITAS / Energietransformation im Dialog        
Im transdisziplinären Projekt „Energietransformation im Dialog – Vom Reallabor zum Karlsruher Transformationszentrum“ werden Formate erarbeitet und eingesetzt, um über die Mitgestaltung der Energiewende zu sprechen. Dabei werden unterschiedliche Akteure angesprochen: seien es Bürgerinnen und Bürger, Mitarbeitende aus der Stadtverwaltung, ansässige Gewerbetreibende sowie Forschende und Studierende.

Die unterschiedlichen Aktivitäten werden zusammengedacht und vereinen Energieforschung am KIT und Erfahrungen aus der Reallaborarbeit. Vor diesem Hintergrund werden wir auch konkrete Projektaktivitäten, methodische Ansätze und erste Erkenntnisse vorstellen. Fördergeber des Projekts ist die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

Weitere Informationen: https://www.dialog-energie.de/

 

EIFER / Neue Mobilität mit Wasserstoff         
Wasserstofffahrzeuge sind emissionsfreie Elektrofahrzeuge, die nicht aus einer Batterie, sondern von einer Brennstoffzelle versorgt werden. Diese wandelt den in einem Drucktank gespeicherten Wasserstoff direkt in Elektrizität für den Antrieb um. Wasserstoff kann per Elektrolyse aus erneuerbaren Energien gewonnen werden, wodurch diese Fahrzeuge einen Beitrag zur Treibhausgasreduktion leisten.

Im Rahmen der Kooperation mit stadtmobil wird EIFER die Betriebsdaten des Fahrzeugs detailliert erfassen und auswerten. Die Wasserstoff- und Mobilitätsexperten am EIFER wollen damit aus dem Realbetrieb Erkenntnisse über die Nutzbarkeit, Vorteile und Nachteile dieser innovativen Antriebstechnologie gewinnen und damit ihren Beitrag zur Mobilitätswende in Europa leisten.

Weitere Informationen: https://www.eifer.kit.edu/

 

DE ASERV / „Mobilitätskonzepte für den emissionsfreien Campus“  
Bei der Mobilitätswende kommt den Hochschulen des Landes auf Grund ihrer gesellschaftlichen Einbindung auf Basis von Forschung und Lehre eine Schlüsselrolle zu. Sie entwickeln und vermitteln nicht nur mobilitätsrelevantes Know-How, sondern sind auch ein wichtiger Teil des Mobilitätssystems. Daher eignen sie sich besonders als Experimentier- und Entwicklungsraum für nachhaltige Mobilitätskonzepte. Im Fokus stehen hierbei Ideen und Maßnahmen zur Vermeidung, Verlagerung und Optimierung von Verkehr in Richtung emissionsneutraler Alternativen. Am KIT eröffnen sich zudem aufgrund der räumlichen Trennung und Lage sowie der unterschiedlichen Charakteristik der verschiedenen Campus-Quartiere besondere Chancen zur Entwicklung von Konzepten, die auch auf andere Bereiche der Gesellschaft übertragbar sind.

Vor diesem Hintergrund geht das KIT nicht nur bei der Entwicklung, Erprobung und Evaluation von Mobilitätskonzepten im Bereich Mobilitäts- und Masterplanung für den jeweiligen Campus voran, wie beispielsweise hinsichtlich Fahrradfreundlichkeit, der Intermodalität der Verkehrsträger oder hinsichtlich der Vermeidung von Verkehr durch Telepräsenz, sondern es setzt auch Entwicklungsschwerpunkte mit übergeordneter gesellschaftlicher Relevanz.

Weitere Informationen: http://www.mobport.kit.edu/239.php

 

Stabsstelle CAMPUS / Nachhaltige Campusentwicklung mit strategischem und integriertem Masterplan am KIT           
Nachhaltigkeit erfährt zusehends in sämtlichen Lebensbereichen einen starken Widerhall – sei es am Arbeitsplatz oder im Privaten. Nachhaltige Arbeitswelten für Forschung, Lehre und Innovation gewinnen an Attraktivität und implizieren Dimensionen wie den Klimaschutz, Schutz der Ressourcen, der Biodiversität und weiteren.

Abgeleitet von den Campusstrukturen wurden vom KIT entsprechende Leitaussagen für die eigene Zukunft formuliert. Der gewählte Ansatz im „Integrierten Masterplan 2030“ adressiert die Liegenschaften, mit Gebäuden und Freiflächen, sowie die simultan zu betrachtenden Themen Energie und Klima, als auch die Mobilität.

Kurzfristig als auch langfristig erfolgreiche wie nachhaltige Campusstrukturen können nur mit einem derart mehrdimensionalen und integrierten Gesamtansatz entstehen und wachsen – unter starker und permanenter Beteiligung aller Akteure: Ein partizipativ getragenes Wachstum für langfristig lebenswerte Arbeitswelten und damit vielgestaltige Lebenswelten.

Weitere Informationen: http://www.zukunftscampus.kit.edu/480.php

 

Stabsstelle CAMPUS / Klimaschutz mit Energie- und CO2-Reduzierung am KIT    
Klimaschutz in großen Liegenschaften bezieht sich insbesondere auf den durch Betrieb und Nutzung von Gebäuden induzierten Energieeinsatz, sowie die Mobilität, als weitere bedeutende Energiesenke.

Im Campusbezug sind signifikante Anteile des Energieeinsatzes dem unmittelbaren Forschungsbetrieb und Experimenten geschuldet, doch ist der wesentliche Teil des Energieeinsatzes und damit des CO2-Fußabdruckes eindeutig dem Gebäudebetrieb geschuldet.

Strom, Wärme und Kälte sind im lokalen Zusammenhang der Gebäude, als auch zu den übergeordneten Campusstrukturen zu betrachten. Etablierte Lösungsansätze sind oft isolierte, fokussierte Lösungen für sehr spezifische Anforderungen. Frühere Nutzungsanforderungen aus dem Lehr- und Wissenschaftsbetrieb waren Grundlage der Gebäude aus unterschiedlichen Baujahren mit unterschiedlichen Qualitäten.

Die Analyse der Nutzungsstrukturen in den Gebäuden offeriert Schwerpunkte und Ansatzpunkte. Abgeleitete Strategien und Handlungsfelder sind mit der Perspektive zukünftiger Nutzungsanforderungen zu summieren. Dies wird fortlaufend in Statusbriefen und themenspezifischen Aktionstagen weiterentwickelt.

Weitere Informationen: http://www.zukunftscampus.kit.edu/60.php