Home | Impressum | Datenschutz | Sitemap | KIT
Foto rit
ZUKUNTSCAMPUS
Silke Rittershofer
Team-Assistenz

Kaiserstr. 12
76131 Karlsruhe

Tel.: +49 721 608-43001
E-Mail: silke.rittershofer∂kit edu

Studieren, Forschen und Arbeiten am KIT mit Nähe zur Natur

Durch die naturnahe Stadtrandlage der KIT-Standorte kommt es häufig zu Begegnungen mit der Tierwelt, besonders in der Zeit, wenn sich die letzten warmen Tage des Spätsommers verabschieden, der Herbst beginnt und sich einige Tierarten dann ein warmes und geschütztes Winterquartier in und an den Gebäuden des KIT suchen. Aber auch als Nistplatz ist das KIT bei vielen Vogelarten beliebt, so zum Beispiel beim erstmals im August 2018 gesichteten Alpensegler.

Auch gezielte Aktionen zum Schutze einzelner Tierarten werden am KIT betrieben, basierend auf dem tierfreundlichen Engagement einzelner Personen oder Einrichtungen.

Auf dieser Seite möchten wir darüber berichten sowie Fotos und Geschichten sammeln, die das positive Zusammenspiel zwischen den menschlichen und tierischen Nutzern der KIT-Areale aufzeigen. Bitte senden Sie uns Ihre Erlebnisse mit Wildtieren am KIT zu!

 

+++

 

- Alpensegler am KIT-Campus Süd / Weltrekord des nördlichsten Brutplatzes!
Uns erreichte im August 2018 folgende erfreuliche Nachricht von Herrn Oliver Harms, Diplom-Geoökologe und Ornithologischer Fachgutachter:

"Vor zwei Wochen bin zufälligerweise über brütende Alpensegler am KIT-Hauptgebäude Ecke Kaiserstraße/Englerstraße „gestolpert“. Das hat für sehr viel Aufregung unter den Ornithologen gesorgt, denn das ist augenblicklich die nördlichste Alpensegler-Brut der Welt. Und nebenbei wird damit der Weltrekord von Stuttgart nach Karlsruhe und damit ins Badische geholt. Ich hatte 5 Alpensegler beobachtet, jemand anderes sogar 7, so dass es eventuell an der beschriebener Stelle 2 Brutnester sein könnten."

 

Pressebeitrag vom Samstag, 11. August 2018
BNN, Ausgabe 184, Seite 22

 


     Bild-Quelle: Oliver Harms

 - Wanderfalken am CN

Das Naturerlebnisnetzwerk Natura-TV ist ein Projekt des Vereins für Vogel- und Naturschutz Dettenheim 1988 e.V. (VVND) in Verbindung mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe (Referat Naturschutz und Landschaftspflege) und weiteren Partnern wie dem Naturschutzzentrum Rappenwört und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) im Rahmen des EU-LIFE-Projekts "Lebendige Rheinauen bei Karlsruhe".

Die interessierte Öffentlichkeit kann hier live die Brutvorgänge und das Leben in den Kinderstuben des Weißstorches, des Wander- und Turmfalken und der Meisen miterleben.

- Beitrag im KIT-Dialog, Ausgabe 01/2013 

- Natura TV, Live-Videos, Wanderfalken auf Wasserturm KIT CN

 - Zwergfledermäuse:

Anfang Herbst beginnt die Schwärmzeit der unter Artenschutz stehenden Zwergfledermäuse. Wie in den Jahren schon zuvor begeben sich die Fledermäuse auf der Suche nach Zwischen- und Winterquartieren auch in den Bereich der KIT-Gebäude. Es kann passieren, dass sie dann in offen stehende/gekippte Fenster von Gebäuden einfliegen und nicht wieder herausfinden. Wenn die Fledermäuse nicht bemerkt werden, besteht die Gefahr, dass sie qualvoll verdursten, wie leider in der Vergangenheit schon geschehen. Um das zu vermeiden, ist es wichtig, die Fenster abends und am Wochenende zu schließen bzw. selten besuchte Büros/Räume sorgfältig zu kontrollieren. Meldungen über gesichtete Fledermäuse nimmt Frau Monika Braun vom Naturkundemuseum Karlsruhe entgegen:

Dienstlich vormittags unter 0721/175-2165 oder per E-Mail Monika.Braun∂smnk.de und MonikaBraun∂aol.com 
Oder wir von ZUKUNFTSCAMPUS vermitteln weiter: Kontakt per E-Mail: silke.rittershofer∂kit.edu

Zu den Fotos: Bild 1 + 2 zeigen die von engagierten KIT-Mitarbeiter/innen eingesammelten Tiere, auf Bild 3 klettert eine Fledermaus auf dem Weg in die Freiheit am Ginkgobaum (Ehrenhof/KIT) hinauf

 
 

 

 - Kröten:

Auch die Kröten suchen sich gerne ein Winterquartier in den Kellern der KIT-Gebäude. Die Tiere sollten aber eingesammelt und an einem geschützten Platz im Wald unter Laub oder Ästen wieder ausgesetzt werden. Zum Einsammeln der Tiere unbedingt Handschuhe tragen, Kröten sondern bei Stress ein unangenehmes Sekret aus ... Wichtig ist auch, den Zugang zum Gebäude zu finden und diesen dicht zu machen, damit keine weiteren Kröten mehr nachkommen können.

Zu den Fotos: Auch hier sammeln engagierte Mitarbeiter/innen des KIT (Engler-Bunte-Institut) z. Zt. täglich die Kröten aus dem Keller ein und bringen sie zurück in die Natur

 

 - Tauben am KIT -> nachhaltige und tierfreundliche Kontrolle der Population

Bis zum Jahr 2002 hatten sich an den Gebäuden der Universität, insbesondere am Chemiegebäude, mehrere hundert Stadttauben angesammelt, die bei ihrer Suche nach einer Unterkunft regelmäßig in die Vernetzung unterhalb der Balkone einflogen, nicht mehr herausfanden und in den Netzen elend verendeten. Die Gebäude waren durch Taubenkot stark verschmutzt, die Universität investierte erhebliche Kosten für Gebäudereinigung und Vergrämungsmaßnahmen, die sich jedoch nicht als effektiv erwiesen.

Im November 2002 wurde deshalb zur tierschutzgerechten Regulierung des Stadttaubenbestandes der Universität Karlsruhe ein Taubenschlag errichtet (vgl. Bilder).

Im Dezember 2002 zogen die ersten Tauben in den Schlag ein und bereits im Sommer 2003 hatte der überwiegende Teil der auf dem Gelände der Universität lebenden Tauben den Schlag angenommen. Die anschließende Großreinigung der vom Taubenkot verunreinigten Gebäude war die letzte Maßnahme dieser Art. Eine weitere Verschmutzung durch Taubenkot hat seit der Errichtung des Taubenschlages im dortigen Bereich nicht mehr stattgefunden.

Über 300 Stadttauben, die im Jahr 2002 an den Gebäuden der Universität lebten, konnten in den Schlag umgesiedelt werden. Soweit sich vereinzelt neu zufliegende Tiere an KIT-Gebäuden verirren, werden sie möglichst eingefangen und in den Schlag verbracht.

Im Taubenschlag erhalten die Tiere ständig frisches Wasser, artgerechtes Futter, Mineralstoffe, Grit und Nistmöglichkeit. Der Schlag wird einmal wöchentlich gereinigt. Durch den Austausch der Gelege gegen Gipseier wird die Fortpflanzung effektiv und tierschutzgerecht reguliert. Derzeit leben rund 60 Tauben im Schlag, es werden 300-400 Eier jährlich durch Gipsgelege ersetzt. 

Facts: Der Taubenschlag wurde mit Genehmigung der Universität Karlsruhe gebaut. Der Entwurf war eine Vorstudienarbeit des Architekturstudenten Florian Rauch, die sehr gut benotet wurde. Der Bau des Taubenschlags wurde teilweise von der Stadt Karlsruhe bezuschusst. Material wie Stahl, Holz und Steine wurden für die Außenverkleidung von der Universität zur Verfügung gestellt. Am Bau haben ausschließlich freiwilligen Studenten, Kollegen und ehrenamtliche Unterstützer des Projekts mitgewirkt.

Sollten Sie Interesse am Projekt haben, vermitteln wir gerne den Kontakt zur zuständigen Person.



Bild 1: Taube brütend auf Gipseiern

Bild 2- 4: Taubenschlag

 

 

Bild 5: Glückliche Tauben, Romeo und Giuletta