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ZUKUNTSCAMPUS
Silke Rittershofer
Team-Assistenz

Kaiserstr. 12
76131 Karlsruhe

Tel.: +49 721 608-43001
E-Mail: silke.rittershofer∂kit edu

Arbeiten am KIT bedeutet auch naturnahes Erleben

Durch die naturnahe Lage der KIT Standorte kommt es häufig zu Begegnungen mit der Tierwelt - gerade wenn sich z.B. die letzten warmen Tage des Spätsommers verabschieden, suchen viele Tierarten ein warmes und sicheres Winterquartier in den Gebäuden des KIT.

Aber auch gezielte Aktionen zum Schutze einzelner Tierarten gibt es am KIT, basierend auf dem tierfreundlichen Engagement einzelner Personen.

Auf dieser Seite möchten wir darüber berichten sowie Fotos und Geschichten sammeln, die das positive Zusammenspiel zwischen den menschlichen und tierischen Nutzern der KIT-Areale aufzeigen. Bitte senden Sie uns Ihre Erlebnisse mit Wildtieren am KIT zu!

 - Wanderfalken am CN

Das Naturerlebnisnetzwerk Natura-TV ist ein Projekt des Vereins für Vogel- und Naturschutz Dettenheim 1988 e.V. (VVND) in Verbindung mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe (Referat Naturschutz und Landschaftspflege) und weiteren Partnern wie dem Naturschutzzentrum Rappenwört und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) im Rahmen des EU-LIFE-Projekts "Lebendige Rheinauen bei Karlsruhe".

Die interessierte Öffentlichkeit kann hier live die Brutvorgänge und das Leben in den Kinderstuben des Weißstorches, des Wander- und Turmfalken und der Meisen miterleben.

- Übersicht Wanderfalken, Wasserturm KIT-Campus Nord (Kamera zur Zeit leider inaktiv)

 - Zwergfledermäuse:

Zu beginn des Herbstes beginnt die Schwärmzeit der unter Artenschutz stehenden Zwergfledermäuse. Wie in den Jahren schon zuvor fliegen die Fledermäuse auf der Suche nach Zwischen- und Winterquartieren auch im Bereich der KIT-Gebäude umher. Es kann passieren, dass sie dann in offen stehende/gekippte Fenster von Gebäuden einfliegen und nicht wieder herausfinden. Wenn die Fledermäuse nicht bemerkt werden, besteht die Gefahr, dass sie qualvoll verdursten, wie leider in der Vergangenheit schon geschehen. Um das zu vermeiden, ist es wichtig, die Fenster unbeaufsichtigte zu schließen bzw. selten besuchte Büros/Räume sorgfältig zu kontrollieren. Meldungen über gesichtete Fledermäuse nimmt Frau Monika Braun vom Naturkundemuseum Karlsruhe entgegen:

Dienstlich vormittags unter 0721/175-2165 oder per E-Mail Monika.Braun∂smnk.de und MonikaBraun∂aol.com 

Zu den Fotos: Bild 1 + 2 zeigt die von engagierten KIT-Mitarbeiter/innen eingesammelten Tiere, auf Bild 3 klettert eine Fledermaus auf dem Weg in die Freiheit den Ginkgobaum im Ehrenhof hinauf

 
 

 

  - Kröten:

Auch die Kröten suchen sich gerne ein Winterquartier in den Kellern der KIT-Gebäude. Die Tiere sollten aber eingesammelt und an einem geschützten Platz im Wald unter Laub oder Ästen wieder ausgesetzt werden. Zum Einsammeln der Tiere unbedingt Handschuhe tragen, Kröten sondern bei Stress ein unangenehmes Sekret aus ... Wichtig ist auch, den Zugang zum Gebäude zu finden und diesen dicht zu machen, damit keine weiteren Kröten mehr nachkommen können.

Zu den Fotos: Auch hier sammeln engagierte Mitarbeiter/innen des KIT (Engler-bunte-Institut) z.Zt. täglich die Kröten aus dem Keller ein und bringen sie zurück in die Natur

 

 

 
  - Tauben am KIT -> nachhaltige und tierfreundliche Kontrolle der Population

Bis zum Jahr 2002 hatten sich an den Gebäuden der Universität, insbesondere am Chemiegebäude, mehrere hundert Stadttauben angesammelt, die bei ihrer Suche nach einer Unterkunft regelmäßig in die Vernetzung unterhalb der Balkone einflogen, nicht mehr herausfanden und in den Netzen elend verendeten. Die Gebäude waren durch Taubenkot stark verschmutzt, die Universität investierte erhebliche Kosten für Gebäudereinigung und Vergrämungsmaßnahmen, die sich jedoch nicht als effektiv erwiesen.

Im November 2002 wurde deshalb zur tierschutzgerechten Regulierung des Stadttaubenbestandes der Universität Karlsruhe ein Taubenschlag errichtet (vgl. Bilder).

Im Dezember 2002 zogen die ersten Tauben in den Schlag ein und bereits im Sommer 2003 hatte der überwiegende Teil der auf dem Gelände der Universität lebenden Tauben den Schlag angenommen. Die anschließende Großreinigung der vom Taubenkot verunreinigten Gebäude war die letzte Maßnahme dieser Art. Eine weitere Verschmutzung durch Taubenkot hat seit der Errichtung des Taubenschlages im dortigen Bereich nicht mehr stattgefunden.

Über 300 Stadttauben, die im Jahr 2002 an den Gebäuden der Universität lebten, konnten in den Schlag umgesiedelt werden. Soweit sich vereinzelt neu zufliegende Tiere an KIT-Gebäuden verirren, werden sie möglichst eingefangen und in den Schlag verbracht.

Im Taubenschlag erhalten die Tiere ständig frisches Wasser, artgerechtes Futter, Mineralstoffe, Grit und Nistmöglichkeit. Der Schlag wird einmal wöchentlich gereinigt. Durch den Austausch der Gelege gegen Gipseier wird die Fortpflanzung effektiv und tierschutzgerecht reguliert. Derzeit leben rund 60 Tauben im Schlag, es werden 300-400 Eier jährlich durch Gipsgelege ersetzt. 

Facts: Der Taubenschlag wurde mit Genehmigung der Universität Karlsruhe gebaut. Der Entwurf war eine Vorstudienarbeit des Architekturstudenten Florian Rauch, die sehr gut benotet wurde. Der Bau des Taubenschlags wurde teilweise von der Stadt Karlsruhe bezuschusst. Material wie Stahl, Holz und Steine wurden für die Außenverkleidung von der Universität zur Verfügung gestellt. Am Bau haben ausschließlich freiwilligen Studenten, Kollegen und Bekannten mitgewirkt.

Sollten Sie Interesse am Projekt haben, vermitteln wir gerne den Kontakt zur zuständigen Person.



Bild 1: Taube brütend auf Gipseiern


Bild 2- 4: Taubenschlag

 

 

Bild 5: Glückliche Tauben, Romeo und Giuletta