Home | Impressum | Sitemap | KIT
Foto von Gerhard Schmidt Copyright privat
Ansprechpartner
Dr. Gerhard Schmidt

Kaiserstr. 12
76131 Karlsruhe


Tel.: +49 721 608 43000
E-Mail: gerhard schmidtBmj8∂kit edu 

KIT-Pressemeldungen zum B-Plan

 Presseinfo 025/2016: Starkes Signal für Lehre und Wissenstransfer

 VD: 19.2.16

Bebauungsplan KIT Campus Süd/Adenauerring

Erläuterungen und Hintergründe
KIT Adenauerring Modell Astoc Architects
ASTOC Architects and Planners, Köln

Das KIT entwickelt derzeit einen Masterplan für alle Standorte des KIT in und um Karlsruhe. Der Masterplan soll die Technische Infrastruktur inkl. Gebäude und Freiräume bis zum Jahr 2030 auf die Bedürfnisse von Forschung, Lehre und Innovation zuschneiden, veränderte Erwartungen an die Lern- und Arbeitsbedingungen aufnehmen und Anforderungen an einen nachhaltigen Campus berücksichtigen. Darüber hinaus ist ein wichtiges Ziel des Masterplans, die übergeordnete Dachstrategie KIT 2025 auch in der baulichen Infrastruktur abzubilden. Mit einem KIT-intern gebildeten Expertenkreis bringen sich das Land Baden-Württemberg, Vermögen und Bau Baden-Württemberg – Amt Karlsruhe, die Stadt Karlsruhe sowie Experten aus KIT-Instituten jeweils in die Standortentwicklung ein.

Die Weiterentwicklung des KIT erfordert in den kommenden Jahren die Übertragung der Dachstrategie auf alle Standorte, was sich positiv auf Karlsruhe und die gesamte Technologieregion auswirken wird. Am KIT-Campus Süd liegt der Schwerpunkt neben der generellen Stärkung der Forschung insbesondere in der Schaffung von zusätzlichen Lehr- und Lernräumen. Im Expertenkreis wurden dazu Handlungsräume und Handlungsempfehlungen entwickelt, die u.a. auch das teilweise unbebaute Landesgelände östlich des Adenauerrings einbeziehen. Das Gelände ist aufgrund der unmittelbaren Nähe zu zentralen Studieneinrichtungen wie Audimax, Bibliothek und Studierendenwerk und zu den umliegenden Instituten eine wichtige Ergänzungsfläche für die weitere Standortentwicklung insbesondere der Lehre. Mit einem zusammenhängenden Campus lassen sich Lehrveranstaltungen zeitlich verknüpfen und interdisziplinäre Forschung mit kurzen Wegen betreiben – ein bedeutender Standortvorteil des KIT. Die Stadt Karlsruhe unterstützt die zukunftsorientierte Entwicklung des KIT durch die bauplanungsrechtliche Ertüchtigung von Entwicklungsflächen.


Stand des Bebauungsplans

Um das Areal in der Gesamtheit strukturiert und entsprechend der städtischen Leitplanung zur innerstädtischen Verdichtung zu entwickeln, ist ein Bebauungsplan (B-Plan) über das gesamte Areal erforderlich. Einen Aufstellungsbeschluss dazu hat der Planungsausschuss der Stadt Karlsruhe am 22.12.2015 in öffentlicher Sitzung gefasst. Informationsveranstaltungen/Gespräche für Bürger fanden am 14.10.2015, 18.12.2015 und 18.05.2016 statt. Die B-Plan-Inhalte werden im Rahmen des B-Plan-Verfahrens weiter beraten.


Stand der Gebäudeplanung

Zu den einzelnen Gebäuden existiert bisher keine Bauwerksplanung. Der vorliegende B-Plan-Entwurf lässt lediglich auf die Maximalabmessungen der Gebäude und deren Lage und Nutzung zu. Demnach vorgesehen sind gestaffelte Gebäudehöhen. Generell werden die Gebäude nach Osten in Richtung der bestehenden Wohnbebauung eine deutlich geringere Höhe aufweisen. Der Abstand der Gebäude auch zu der östlichen Wohnbebauung ist deutlich großzügiger, als die allgemeinen Bauvorschriften erfordern. Wesentlicher Aspekt des städtebaulichen Konzeptes ist eine angemessene freiräumliche Einbindung und Überleitung. Themen wie Dachbegrünung und hochwertige Fassadengestaltung werden aufgenommen.

Das Niederschlagswasser soll auch bei Starkregen möglichst auf dem Areal verdunsten und versickern. Dazu ist die Beteiligung an dem Forschungsvorhaben MURIEL vereinbart, das die Stadt Karlsruhe initiiert hat. Das Areal inklusive der Gebäude wird das erste Gelände in der Innenstadt sein, das Maßnahmen zur Wasserrückhaltung und für Verdunstungsflächen vorsieht und damit einen wesentlichen Beitrag zum Stadtklima liefert. Es ist beabsichtigt darauf aufbauend in der baulichen Strategie eine Zertifizierung nach DGNB. Wesentlicher Aspekt der mit dem B-Plan verbundenen Zielsetzung ist die Hinführung des Areals auf eine gesamtheitliche Lösung. Zur Realisierung in einer ersten Bauphase kommen lediglich die drei mittleren Gebäudekörper im Planungsgebiet. Vorgesehen sind ein Gebäude zur unmittelbaren universitären Nutzung und zwei weitere Gebäude für Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen.

Eine große Bedeutung wird in der ersten Bauphase die Realisierung von innovativen Lernräumen einnehmen. Das KIT will im zur Stadt gelegenen Gebäude an dieser heraus-ragenden Stelle am Campus Süd Lernräume schaffen, die Wissenschaftlern und Studierenden zur Verfügung stehen.


Bauliche Anlagen des Botanischen Instituts und Wohnheim für Studierende

Der Bau der beiden nördlich und südlich gelegenen Gebäude ist zeitlich gegenwärtig nicht abschätzbar. Somit liegen das Wohnheim für Studierende (Süden) und die baulichen Anlagen des Botanischen Instituts (Norden) nicht im aktuell vorgesehenen Baufeld. Die Freiflächen des Botanischen Instituts werden hinsichtlich der Anpflanzungen der Reben betroffen sein. Deren Verlagerung ist daher bereits zeitnah in Abstimmung mit dem Botanischen Institut auf den neuen Standort in der Kornblumenstraße vorgesehen. Das KIT legt großen Wert darauf, Forschung und Lehre des Instituts für Botanik weiterhin unterbrechungsfrei und mit hoher Qualität zu gewährleisten. Daher wird der neue Standort in der Kornblumenstraße ertüchtigt und an die heutigen und zukünftigen Anforderungen an Forschung und Lehre des Instituts angepasst. Das Botanische Institut wird den bisherigen Standort mit seinen Freiflächen und Gewächshäusern so lange nutzen, bis der neue Standort zu Verfügung steht. Unabhängig davon hat der Landesrechnungshof darauf hingewiesen, dass der Gebäudebestand (Gewächshäuser) nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben ist. Die bisherigen Gewächshäuser haben aus technischen und energetischen Gründen keine Zukunftsperspektive, da sie nicht im Betrieb sanierbar sind. Die Freiflächen werden auch am neuen Standort wie bisher zur Verfügung stehen.

Ebenso ist das Studentenwohnheim auf dem Areal nicht Bestandteil der ersten Bauphase. Das bestehende Gebäude kann somit nach wie vor und für einen langen Zeitraum von Studierenden für Wohnen auf dem Campus genutzt werden, auch wenn es nicht mehr den heutigen technischen Anforderungen genügt

 


Stand: 17.9.2016